NAET-Allergie-Behandlung

Das NAET Therapiekonzept – Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten

Das NAET Therapiekonzept kann helfen Allergien und Unverträglichkeiten dauerhaft zu korrigieren und so dazu beitragen allergiebedingte Symptome und Krankheitsbilder zu reduzieren oder zu beseitigen.

Wird von Allergien oder Unverträglichkeiten gesprochen, so denkt man zunächst an typische Allergien, wie Pollenallergie, Allergien gegen Nüsse, Meeresfrüchte oder Hausstaub. Doch die Palette ist sehr viel breiter. Grundsätzlich kann der Mensch gegen alle Substanzen allergisch sein.

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens Unverträglichkeiten entwickeln. Der Verlauf stellt selten ein akutes Geschehen dar, vielmehr ist die Entwicklung von Symptomen ein schleichender Prozess, der tief greifende Veränderungen im Stoffwechselsystem und eine dauerhafte Überlastung des Immunsystems nach sich ziehen kann. Langfristig können sich verschiedene allergiebedingte Krankheiten oder Symptomkomplexe, wie beispielsweise Reizdarmsyndrom, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Neurodermitis oder ADHS manifestieren.

NAET bedeutet Nambudripad’s Allergy Elimination Technique und ist nach der Erfinderin – Dr. Devi Nambudripad – benannt. Grundlage von NAET ist die Erkenntnis, dass Allergien und Unverträglichkeiten durch das Gehirn gesteuert werden. Das Gehirn weist Nahrungsmittelbestandteilen oder anderen Stoffen einen Feind-Status zu, der von der körpereigenen Immunabwehr umgesetzt wird. Die Korrektur besteht darin, das Gehirn zu veranlassen den Feind-Status aufzu-heben. Diese Informationsvermittlung kann in der Behandlung mit NAET erreicht werden. Das NAET Konzept ist eine eigenständige Therapiemethode, die auf Elemente aus verschiedenen Bereichen westlicher, östlicher und alternativer Medizin zurückgreift, wie beispielsweise Kinesiologie, traditionelle chinesische Medizin oder Chiropraktik. Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten, dabei steht die Nerven-stimulation am Rücken und Kopf mit Hilfe von Akupressur und/oder Akupunktur-Lasern im Zentrum. Im Anschluss folgt die ca. vierundzwanzigstündige Karenzzeit, in der Kontakt mit der korrigierten Substanz vermieden werden sollte. Pro Behandlung ist die Korrektur von einer Unverträglichkeit möglich, in manchen Fällen auch mehrere.

Das Therapiekonzept NAET geht von einer Hierarchie innerhalb der Allergien und Unverträglichkeiten aus. Folgende Gruppen von essentiellen Nahrungsmittel-bausteinen bilden die zehn wichtigsten Unverträglichkeiten, die für einen funktionierenden Chemiestoffwechsel und ein optimal arbeitendes Immunsystem von grundlegender Bedeutung sind: Ei, Calcium, Vitamin C, Vitamin B, Zucker, Vitamin A, Eisen, Mineralien, Salz und Getreide. Diese Unverträglichkeiten werden im Normalfall zuerst getestet und korrigiert. Eine sofortige Behandlung auf beispielsweise Pollen oder Hausstaub ist nach dem NAET Konzept nicht sinnvoll, da der Körper durch die zehn wichtigsten Unverträglichkeiten zu belastet ist und somit eine Korrekturbehandlung auf spezifische Allergien keine guten Ergebnisse erzielt.

Die Ausrichtung des NAET-Therapiekonzepts zielt somit auf die Entlastung des Immunsystems und die optimale Funktion des Stoffwechselsystems. Aus diesem Grund kann die NAET-Methode Behandlungserfolge bei den verschiedensten allergiebedingten Krankheitsbildern aufweisen. Wie viele Behandlungen erforderlich sind hängt davon ab auf wie viele Allergene (Allergieauslöser) der Körper reagiert und wie schnell. Das kann man erst nach einer Untersuchung sagen.

Untersuchung: €60,–
Die ersten beiden Behandlungen je: €100,–
Jede weitere: €60,–

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Allergien greifen immer mehr um sich, sei es gegen Pollen, Hausstaub, Schimmelpilze oder Nahrungsmittel. Das Grundprinzip der NAET-Methode: Bringt man den Körper während einer Akupressur- bzw. Laserakupunktubehandlung mit dem allergieauslösenden Stoff in Kontakt, soll der Organismus durch die ausbalancierten Energiebahnen wieder in seinen gesunden Zustand zurückfinden, und die Allergien können sich auflösen.

Ein 45-jähriger Mann stellte sich in der Praxis vor: Er litt seit über 20 Jahren unter Verdauungsbeschwerden und ständigen Blähungen. Er hatte einen durchfallartigen Stuhlgang mehrmals täglich, immer etwa 15 Minuten nach dem Essen. Im Selbstversuch hatte er bereits Alkohol, Fette und Schweinefleisch weggelassen. Die Symptome blieben jedoch unverändert. Der Bluttest auf Allergene mittels IgE (Immunglobuline vom Typ E) zeigte keinerlei erhöhte Werte. Sein Hausarzt empfahl ihm, auf seine Ernährung zu achten. Wie genau er das anstellten sollte und was genau er beachten sollte, konnte er ihm allerdings nicht sagen. Ein anderer Arzt schlug vor, einen Bluttest auf IgG (Immunglobuline vom Typ G) zu machen. Dieser Test zeigte Antikörper auf Milchprodukte, Ei, die meisten Getreidesorten und Senf. Die nachfolgende Diätumstellung auf der Basis des Tests, also striktes Weglassen von Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Milch und Ei, führte innerhalb von zehn Tagen zur Beseitigung seiner seit 20 Jahren bestehenden Beschwerden. Diese Umstellung fiel dem Patienten allerdings alles andere als leicht. Am liebsten aß er nämlich Brot mit Butter. Wagte er aber auch nur einen kleinen „Fehltritt“, also gönnte er sich z.B. eine Scheibe Brot, so war die Reaktion sofort wieder da, und er musste mehrere Tage dafür büßen.

Fünf Monate nach der Erstellung des IgG-Tests kam der Patient aufgrund einer Empfehlung in die Praxis. Nach fünf Behandlungen mit der NAET-Technik war die Reaktionszeit bei „Fehltritten“ bereits auf 24 Stunden gesunken, und die Intensität der Reaktionen hatte abgenommen. Geringe Mengen von Ei und Weizen wurden bereits ohne jede negative Reaktion vertragen. Nach der achten Behandlung konnte er kleine Mengen Milchprodukte gut vertragen.

Nach zwölf Behandlungen hatte sich die Reaktionszeit auf eine Stunde verringert. Nach 13 Behandlungen aß der Patient bereits wieder Brezeln und Kuchen ohne negative Auswirkungen.

Der Ursprung der NAET-Methode

Häufig entstehen neue Therapieformen aufgrund eines persönlichen Leidensdrucks. So auch bei NAET (Nambudripad`s Allergy Elimination Technique). Diese Methode wurde von der Inderin Dr. Devi Nambudripad entwickelt. Von klein auf hatte sie gesundheitliche Probleme. Nach dem Umzug in die USA verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand rapide. Sie litt zunehmend unter Kopfschmerzen, chronischem Husten und Gelenkschmerzen. Da kein Arzt ihr helfen konnte, beschloss sie, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Zunächst wurde sie Krankenschwester, dann Chiropraktikerin und schließlich ließ sie sich in Akupunktur und Traditioneller Chinesischer Medizin ausbilden. In ihrem Chiropraktik-Studium lernte sie den kinesiologischen Muskeltest kennen und entdeckte, dass sie auf praktisch alle Nahrungsmittel allergisch war- mit der Ausnahme von Reis und Brokkoli. Außerdem fand sie heraus, dass sie auf alle Textilien mit Ausnahme von Seide negativ reagierte, wie auch auf all ihre Medikamente außer Aspirin. Kurzerhand beschloss sie, nur noch Brokkoli und weißen Reis zu essen und sich nur in Textilien aus Seide zu kleiden- und siehe da: Der Husten reduzierte sich täglich, die Kopfschmerzen wurden leichter und die Gelenkschmerzen verschwanden fast vollständig. Doch sobald sie auch nur die Spur eines anderen Nahrungsmittels zu sich nahm, verschlechterte sich ihr Zustand. Erst in der Akupunkturausbildung lernte sie Techniken, die die Auswirkungen von Nahrungsmittel-Intoleranzen verminderten, sodass sie ab und zu vorsichtig andere Nahrungsmittel ausprobieren konnte.

1983 machte sie dann eine einzigartige Entdeckung, nachdem ein Happen rohe Karotte wieder eine allergische Reaktion ausgelöst hatte. Während der deshalb nötigen Akupunkturbehandlung schlief sie ein. Nach einem kurzen und erholsamen Schlaf erwachte sie mit einem Gefühl, das sie bislang noch nie nach einer Akupunkturbehandlung hatte. Sie bat ihren Mann, sie nochmals auf die Karotte zu testen. Der Test ergab keine allergische Reaktion. Und tatsächlich: Auch der vorsichtige Verzehr eines weiteren Bissens Karotte führte zu keiner allergischen Reaktion mehr. Was war geschehen? Devi Nambudripad war mit Resten der Karotte im Mund eingeschlafen und hatte außerdem noch ein Stück davon in der Hand gehalten. Sie wusste, dass einige der Nadeln, die während der Behandlung in ihrer Haut steckten, dazu dienten, die Energie im Meridiansystem des Körpers in Zirkulation zu halten und außerdem den Energiefluss in den Meridianen zu harmonisieren. Gab es irgendeine Energieblockade im Körper, so sollte dieser Prozess die Blockade beseitigen und den Körper zurück in die Balance bringen. Devi Nambudripad schlussfolgerte: Bringt man den Körper während dieser spezifischen Akupunkturbehandlung mit einer allergieauslösenden Substanz in Verbindung, wird der Körper mit dieser in Balance gebracht. Viele weitere Selbstversuche bestätigen diese These und führten zur Entwicklung ihrer eigenen Allergie-Eliminierungs-Technik:NAET.

Was ist eine Allergie?

Bei der Arbeit mit NAET ist es von Nutzen, sich den Allergiebegriff einmal genauer anzuschauen. Die Bezeichnung Allergie wurde zum ersten Mal 1906 von dem österreichischen Kinderarzt Clemens von Pirquet (1874-1929) verwendet. Durch die Zusammensetzung der beiden griechischen Worte „allos“: „anders/fremd“ und „ergion“: „Arbeit/Reaktion“ schuf der das Wort „Allergie“. Die wörtliche Übersetzung beschreibt sehr gut, was eine Allergie ist: Die veränderte Fähigkeit des Körpers, auf eine fremde Substanz zu reagieren. Erst viel später wurde dem Begriff „Allergie“ die Notwendigkeit von Antikörpern, auch Immunglobuline genannt, zugewiesen. Die Erforschung der Immunglobuline (Ig) führte auf dem Fachgebiet der Allergien zur Unterteilung in
-„unechte“ Allergien wie Sensibilität, Hypersensibilität und Intoleranz (meist durch Immunglobuline G vermittelt) und
-„echte“ Allergien (durch Immunglobuline E vermittelt).

Diese beiden Kategorien überlappen sich oft, und die Symptomatik des Patienten lässt oft nicht darauf schließen, ob die Reaktion durch IgG oder IgE vermittelt ist. Für den Patienten ist dies aber irrelevant, denn die Symptome sind das, was für ihn zählt.

Bei der NAET-Therapie geht es also nicht darum, ob und wenn ja, welcher Antikörper zu finden ist, sondern darum, ob der Patient allergische Reaktionen im ursprünglichen Sinn des Wortes hat. Wenn im weiteren Verlauf dieses Artikels von Allergie sowie Allergen bzw. allergischer Reaktion gesprochen wird, ist dies nicht im Sinne des Allergiebegriffs der Schulmedizin gemeint.

Allergien und Unverträglichkeiten neu betrachtet

NAET fasst den Begriff Allergie folgendermaßen zusammen: Allergie bezeichnet jede den Organismus schwächende Reaktion auf Einflüsse von innen oder außen. Das bedeutet auch, dass die übersteigerten Abwehrmechanismen des Immunsystems den Energiefluss in den Leitungsbahnen des Körpers, den Meridianen, blockieren- was meist zu Krankheitssymptomen in dem Organsystem führt, das sowieso schon geschwächt ist.

Das allergische Geschehen kann grundsätzlich überall im menschlichen Körper stattfinden. Auch das Nervensystem, das emotionale Gefüge, Hormone oder die Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter) können betroffen sein.

  • Eine neutrale Reaktion bedeutet, dass es weder zu einer stärkenden noch zu einer schwächenden Reaktion kommt.
  • Eine abstoßende Reaktion führt zu einer Schwächung, zu einer allergischen Reaktion.

Beispiel: Wird einer Person nach dem Verzehr von Kuhmilch übel, wird sie durch die Aufnahme des Nahrungsmittels geschwächt. Im NAET-Sinne ist es nun unerheblich, ob wir Antikörper gegen Milcheiweiß bzw. Milchzucker finden oder nicht. Sobald die Person geschwächt wird, also eine „andere Reaktion“ hat, klassifizieren wir die Reaktion als allergisch und das Nahrungsmittel als Allergen. Eine abstoßende Reaktion macht sich auf sehr unterschiedliche Art bemerkbar. Die kleinstmögliche Antwort auf einen Stoff wäre z.B. ein vorübergehendes Jucken der Haut oder vielleicht ein kurzes Niesen. Die größtmögliche Reaktion ist der anaphylaktische Schock. Weniger offensichtlich und oft nicht als allergische Reaktion erkannt ist eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit oder eine Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung.

Konzentrationsschwierigkeiten können ebenso Allergene auf bestimmte Stoffe sein wie emotionale Zustände. Manche Menschen reagieren mit Gereiztheit auf ein Allergen, andere mit großer Müdigkeit. Diese neue Sichtweise auf Allergien bei NAET macht sich besonders beim allergieauslösenden Stoff (Reagens) bemerkbar. Menschen können auf praktisch alles allergisch werden. Das geht weit über die bekannten Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaub, Laktose, Gluten, Ei oder Penizillin hinaus. Weniger bekannte Allergene sind die UVA/UVB- Strahlen der Sonne, Quecksilber, Serotonin und elektromagnetische Strahlung. Um es in den Worten von Devi Nambudripad auszudrücken: Wir können auf alles unter unserer Sonne allergisch sein, inklusive der Sonne selbst!

DIE ZEHN ALLERGENKATEGORIEN

Um den sehr weit gefassten Begriff für Allergene besser zu verstehen, lohnt es sich, einen Blick auf die zehn NAET-Allergenkategorien zu werfen, die nach ihren verschiedenen Eintrittswegen in den Körper benannt werden:

  1. Ingestive Allergene : über das Essen oder Getränke aufgenommen
  2. Inhalative Allergene: eingeatmet
  3. Kontaktive Allergene: über Hautkontakt als allergieauslösender Stoff wirkend
  4. Injektive Allergene: durch Injektionen (Bienenstich, Spinnenbiss) aufgenommen
  5. Pilze und Schimmelpilze: Sie sind so häufig für allergische Reaktionen verantwortlich, dass sie in einer eigenen Gruppe von Allergenen zusammengefasst werden
  6. Interne Faktoren: Die Allergene werden selbst vom Körper produziert, dazu zählen die Autoimmunreaktionen, d.h. die Reaktionen des Körpers auf sich selbst
  7. Infektive Allergene: durch Infektionen aufgenommen. Bakterien, Viren, Parasiten oder auch BSE werden hier als potenzielle Allergene gesehen. 8. Physikalische Faktoren wie Sonnen- oder Kälteallergie, aber auch elektromagnetische Strahlung
  8. Genetische Faktoren: Allergische Reaktionen, wie beispielsweise die Laktoseunverträglichkeit, werden durch geerbte Komponenten verursacht
  9. Emotionale Faktoren: Diese Gruppe ist die ungewöhnlichste Allergene-Kategorie. Untersucht wird die Tatsache, ob ein Mensch auf eine Emotion bzw. auf eine Stresssituation, wie Geburt, Tod oder Operation, eine neutrale, positive oder Abstoßende Reaktion hat. Manche Menschen stürzen sich z.B. auf sportlichem oder beruflichem Gebiet in immer größere Wagnisse. Sie machen dies, um einen Adrenalinrausch Herbeizuführen, der durch Angst ausgelöst wird. Andere Menschen vermeiden jede Form von potenziell Angstauslösenden Faktoren. Die erste Gruppe hat eine Positive/anziehende Reaktion auf Angst, die zweite Gruppe eine abstoßende, also schwächende Reaktion.

DIE ZEHN STANDARDBEHANDLUNGEN

In der Entwicklungsphase von NAET behandelte Dr. Nambudripad die Allergene anfänglich ohne festes System. Die vorliegenden Beschwerden wurden direkt angegangen. Konnte jemand Brot nicht vertragen, wurde Brot behandelt, reagierte jemand auf Orangen, so wurden diese behandelt. Mit der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass viele Stoffe wiederholt therapiert werden mussten, bis keine allergischen Symptome mehr auftraten.

Über die Jahre entwickelte Devi Nambudripad eine Reihe von zehn Standardbehandlungen, die beim größten gemeinsamen Nenner beginnt: den Eiweißen. Denn fast alle Nahrungsmittel aus der Pflanzen- und Tierwelt, die wir zu uns nehmen (außer weißem Reis), enthalten Eiweiße(Proteine). Also nicht nur Milchprodukte, Fleisch, Geflügel oder Fisch, sondern auch Getreide, Gemüse und Früchte. Aber auch auf den ersten Blick eher „unverdächtige Stoffe“ wie Pollen, Hausstaubmilben und Katzenhaare haben einen Eiweißanteil.

1. Ei-Mix: Ei ist, etwas plakativ ausgedrückt, die Mutter aller Eiweiße. Behandelt man also zunächst das Ei, so ist bereits der erste Schritt gegen all diese Allergene getan. Und tatsächlich gibt es immer wieder Patienten, die bereits nach der Ei-Behandlung Besserung auf ganz anderem Gebiet erleben. Sie haben z.B. weniger Verdauungsbeschwerden oder reagieren weniger auf Pollen.

Bei vielen Lebensmitteln denken wir gar nicht an Eiweiße, so z.B. beim Getreide. Meist basiert eine Reaktion auf Weizen auf einer Unverträglichkeit von Gluten. Gluten wiederum ist ein Proteingemisch aus mehreren Eiweißen. Die Behandlung auf Ei-Mix kann also in vielen Fällen bereits eine Glutenunverträglichkeit verbessern.

NAET kann den Körper unterstützen bei:

  • ALLERGIEN
  • MAGEN-UND DARMBESCHWERDEN
  • HAUTERKRANKUNGEN
  • ASTHMA
  • AKUTEN UND CHRONISCHEN ENTZÜNDUNGEN
  • CHRONISCHER ERSCHÖPFUNG
  • DEPRESSION
  • ADS – ADHS
  • SCHMERZEN
  • FIBROMYALGIE
  • STOFFWECHSELERKRANKUNGEN
  • HORMONELLEN DISHARMONIEN

Aufgrund solcher Erfahrungen entwickelte Dr. Nambudripad die „Basic Ten“, also die zehn Stoffe, auf die jeder Patient standardmäßig behandelt wird. Das sind nach dem Ei-Mix: Kalzium-Mix, Vitamin-C-Mix, Vitamin-B-Mix, Zucker-Mix, Eisen-Mix, Vitamin-A-Mix, Mineralien-Mix, Salz-Mix und Getreide-Mix.

2. Kalzium-Mix: Hier finden sich die Eiweißanteile der Milch, an die Kalzium gebunden ist, wie auch verschiedene Kalziumverbindungen. Nach dieser Behandlung zeigen viele Patienten keinerlei Reaktion mehr auf Milch.

3. Vitamin-C-Mix: Vitamin C (Ascorbinsäure)hat ein fundamentale Bedeutung für die Gesundheit. Dafür muss es von Körper allerdings effizient aufgenommen werden können. Die meisten Menschen, die keine Äpfel essen können, oder solche, die auf Rosenkohl reagieren, werden Erleichterung nach dieser Behandlung spüren. Auch eine Verbesserung bei unzähligen Symptomen, wie Asthma, Neurodermitis, Krampfadern und Infektanfälligkeit konnte beobachtet werden.

4. Vitamin-B-Mix: Die Vitamin-B-Gruppe ist extrem wichtig für die Energieversorgung des Körpers. Ein Vitamin-B-Mangel führt immer zu Leistungsabfall, Müdigkeit, einem geschwächten Nervenkostüm und dem sogenannten „brain fog“, dem „Gehirnnebel“, also Konzentrationsschwierigkeiten. All diese Symptome können auftreten, weil der Patient auf Vitamin B allergisch ist, obwohl er es in seiner Nahrung genügend aufnimmt. Aus diesem Grund führt die Behandlung von Vitamin B bei Kindern mit Konzentrationsstörungen manchmal zu phänomenalen Verbesserungen.

5. Zucker-Mix: Reagiert man auf Zucker- und etwa 90 Prozent aller Patienten tun dies-, so äußert sich das meist in einigen deutlich erkennbaren Merkmalen: Fast alle spüren ein starkes Verlangen nach Süßem. Gleichzeitig kommt es häufig zu starken Schwankungen im Blutzuckerspiegel nach dem Konsum von Zuckerhaltigem. Dies macht sich durch Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar, manche Menschen sind auch oft unerklärlich geritzt. Kinder reagieren fast immer mit erhöhter Aktivität. Nach erfolgreicher Behandlung von Zucker verringert sich meist die Sucht nach Süßem, die heftigen Blutzuckerschwankungen lassen nach und Symptome, die oft mit Hyperaktivität in Verbindung gebracht werden, können verschwinden.

6. Eisen-Mix: Eisenmangel führt zu Anämie und Müdigkeit. Am Beispiel von Eisen zeigen sich ganz deutlich die „indirekten“ Auswirkungen einer Allergie: Trotz eines ausreichenden Angebots von Eisen in der Nahrung erhöht sich der Hämoglobin-(roter Blutfarbstoff-) Spiegel des Patienten nicht. Oft erholt sich der Hämoglobinspiegel dagegen nach erfolgreicher NAET- Behandlung auf Eisen binnen kürzester Zeit.

7. Vitamin-A-Mix: Eine Allergie auf Vitamin A äußert sich häufig durch Beschwerden im Dünn- und Dickdarm. So spüren Patienten mit chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nach der Behandlung mit Vitamin A in vielen Fällen eine Besserung.

8. Mineralien-Mix: Der Mineralien-Mix enthält über 40 verschiedene Mineralien und Spurenelemente wie beispielsweise Magnesium und Jod. Die Auswirkungen von Allergien auf Spurenelemente und Mineralien sind so vielfältig, dass sie hier nicht eingehender dargestellt werden können.

9. Salz- Mix: Bei einer Reaktion auf Salz (Natriumchlorid) kommt es zu Problemen in der Übertragung von Informationen im Nervensystem. Das kann sich z.B. in Konzentrationsstörungen und eingeschränkter Reaktionsfähigkeit der Muskeln äußern.

10. Getreide-Mix: Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie auf Getreide, besonders Weizen, reagieren. Sie sind nach dem Genuss müde, haben Ausschläge, leiden unter Blähungen. Selbst der Extremfall Zöliakie ist den Betroffenen oft lange nicht bewusst. Dabei sind Allergien auf verschiedene Getreidearten sehr weit verbreitet. Eine normale Weizen- oder Roggenallergie lässt sich oft erfolgreich behandeln. Die Schäden an der Dünndarmschleimhaut, die eine Zöliakie verursacht hat, kann man aber nicht mehr rückgängig machen. Dennoch lässt sich möglicherweise auch bei diesen Patienten eine Toleranz von geringen Mengen an Weizenprodukten erreichen. Die Idee mit den „Basic Ten“, also den zehn Standard-Behandlungen, beruht darauf, die zehn meistverbreiteten Allergenen zu bearbeiten, die oft zumindest mitverantwortlich sind für viele Unverträglichkeiten. So ist eine Katzenhaar-Allergien z.B. häufig eine Allergie auf die fremden Eiweiße im Katzenspeichel. Heuschnupfen stellt sich oft als eine Reaktion auf Beta-Carotin heraus, einen Bestandteil des Vitamin-A-Mixes. Mit diesem Vorgehen lassen sich schnell und effektiv viele Reaktionen des Patienten auflösen.

Die drei Schritte der NAET-Behandlung

Tatsache ist, dass nach der Behandlung von Allergien mit NAET ehemals allergische Substanzen wieder gegessen werden können, dass sich das biochemische Erscheinungsbild der ehemaligen Allergien verändert, dass die Werte der Antikörper (Titer) sich verringern und verschwinden.

Aus der anfänglich zufälligen Versuchsanordnung während Dr. Nambudripads Karotten-Erlebnis entwickelte sich der Kern der Naet-Behandlung. Er besteht aus drei Teilen:

  1. Mobilisierung der Wirbelsäule
  2. Stimulierung organspezifischer Akupressurpunkte
  3. Stimulierung der Torpunkte

Wichtig ist bei all diesen drei Behandlungsschritten:
Sie werden in Anwesenheit des Allergens ausgeführt, das heißt, der Patient hält das Allergen in der Hand!

Mobilisierung der Wirbelsäule zur Freisetzung der Nervenwurzeln

Alle Organe werden von den Nerven, die seitlich aus der Wirbelsäule austreten, versorgt. Ist eine der Nervenwurzeln z.B. durch einen verschobenen Wirbel blockiert, so wirkt sich das schwächend auf die von diesem Nervenbündel versorgten Organe aus. Solche Blockaden können nicht nur durch allseits bekannte plötzliche Bewegungen oder übermäßige Belastungen entstehen, sondern eben auch durch Allergene, also durch chemische Auslöser. Die Mobilisierung der Wirbel in Anwesenheit des Allergens kann diese Blockaden auflösen und den Nervenimpulsen die Möglichkeit geben, wieder frei zu fließen. Dabei wird das entsprechende Allergen in gelöster Form in der Hand gehalten. Dies ist im weitesten Sinne ähnlich einer chiropraktischen Korrektur und ein Grund dafür, warum chiropraktisch erfahrene Therapeuten sehr schnell mit NAET erfolgreich arbeiten.

Aus der Praxis

1.Fallbeispiel

Ein zweijähriges Kind, Mira, wird von ihrer Mutter in der Praxis vorgestellt. Mit sieben Wochen begann ihr Ausschlag auf dem Kopf und im Gesicht. Außerdem hatte sie Durchfall etwa sieben Mal am Tag mit gräulich, weißen Fäden im Stuhl. Mit acht Monaten konnte sie sich noch nicht selbstständig drehen. Sie schrie nächtelang. Nach vielen verzweifelten Besuchen beim Kinderarzt und der Auskunft „Schreikind, Gedeihkind“ brachte die Mutter ihr Kind in die Uniklinik und bestand darauf, einen Bluttest zu machen. Es stellte sich heraus, dass die kleine Mira hochallergisch auf Milch und Ei war.

Ab diesem Tag hielt die Mutter strikten Verzicht auf Milch und Ei ein- nicht gerade einfach bei einer Zweijährigen, aber mit Erfolg: Das Kind erholte sich und begann, ihre Entwicklungsverzögerung langsam aufzuholen. Erwischte sie jedoch in dieser Zeit aus Versehen auch nur Spuren von Ei, setzte sofort wieder Durchfall ein. Nach einjähriger milch- und eifreier Ernährung kam Mira über Empfehlung in die Praxis. Sie galt immer noch als leicht hinter ihren Altersgenossen zurück, was Gewicht, Spracherwerb und Bewegung anging. Nach 13 Behandlungen aß sie zum ersten Mal wieder Spätzle (mit Eiern)- ohne jegliche Probleme. Nach 14 Behandlungen ein Gebäck mit Butter und Ei. Nach 15 Behandlungen einen Kuchen mit Butter, Milch und Ei. Nach 16 Behandlungen Kaba, Pudding und Milch ohne Probleme. Nach 24 Behandlungen aß sie wieder alles, und die Eltern konnten sie beruhigt in den Kindergarten schicken, ohne Angst zu haben, dass dort ein „Ernährungsunfall“ das Kind wieder aus der Bahn wirft. Schon nach den „Basic Ten“ hatte sie laut Kinderarzt ihre Verzögerung aufgeholt, sie hatte einen Wachstumsschub und sprach lebhaft „wie ein Buch“.

2. Fallbeispiel:

Eine Patientin war wegen Asthma in Behandlung. Eines Tages kam sie humpelnd in die Praxis und erzählte, sie habe einen akuten Ischiasschmerz und würde nachher noch zum Chiropraktiker gehen. Nach kurzer Testung des blockierenden Auslösers mittels Muskelreaktionstests fanden wir die Ursache des Schmerzes: eine Konfrontation mit ihrem Sohn vor seinem Großvater, also dem Vater der Patientin. Ihr Sohn hatte sich danebenbenommen, und es war ihr unendlich peinlich vor ihrem eigenen Vater, der großen Wert auf gutes Benehmen legte. Nach der NAET-Behandlung der zugehörigen Emotionen, nämlich Scham und Wut, war sie nach einer etwa 20-minütigen Wartezeit schmerzfrei und konnte den Termin beim Chiropraktiker absagen.

Stimulierung organspezifischer Akupressurpunkte auf dem Rücken

Hierbei geht es darum, die durch Allergien ausgelösten Blockaden auf der Meridianebene aufzulösen und den freien Fluss der Energie im Meridiansystem wieder herzustellen. In diesem zweiten Schritt macht man sich die Kenntnisse der Akupunkturlehre zunutze. Devi Nambudripad selbst und einige andere mit der Akupunktur vertraute NAET-Therapeuten greifen dabei auch tatsächlich auf Nadeln zurück. Das Standardmittel bei der NAET-Therapie ist inzwischen aber meist die Akupressur, mit ebenso großem Erfolg. Durch die Stimulation der Akupunkturpunkte wird die „feindliche“ Information des Allergens gelöscht und in eine harmonische übergeleitet.

Stimulierung der sogenannten Torpunkte

Torpunkte werden spezifische Akupressurpunkte an Händen und Füßen genannt. Eine Stimulation dieser Punkte in Anwesenheit des Allergens bringt die Energie des Körpers wieder in Fluss. Nach den durch Behandlung der Wirbelsäule und der Akupressurpunkte ausgelösten Korrekturen wird das Meridiansystem angeregt, von Neuem ungehindert zu fließen. Bei diesem dritten Schritt in der NAET-Behandlung werden keine Blockaden mehr aufgelöst, sondern der Körper wird bei der Annahme dieser positiven Veränderungen unterstützt.

Nach der Behandlung muss der Patient einen 25-stündigen Verzicht auf das behandelte Allergen einhalten, damit jeder Meridian im Laufe eines 24-stündigen Energie-Zyklus die Möglichkeit hat, in Abwesenheit des Allergens die Korrekturen umzusetzen. Man sollte in dieser Zeit den infrage stehenden Stoff weder essen oder einatmen noch anderweitig damit in Berührung kommen. Erfolgreich ist NAET bei der Behandlung von Neurodermitis, Ekzemen, Migräne, Heuschnupfen, Verdauungsproblematiken, aber auch ADHS/ADS sind positiv beeinflussbar. Neben der Beseitigung von allergischen Symptomen ist der größte Gewinn eine grundlegende Verbesserung des Immunsystems.

Dr. Andrea Schröpel Dr. Andrea Schröpel, Neurobiologin und Heilpraktikerin, promovierte am Max-Planck-Institut für Neurobiochemie in Martinsried bei München. Sie führt zwei Naturheilpraxen in Nördlingen und München. Im Juli 2010 übernahm sie die Leitung von NAET-Europe.
Sie bildet NAET-Therapeuten weltweit aus.

Kontaktadresse:
Angehörige alle Heilberufe können die NAET-Technik lernen. Die Ausbildung ist kurz und intensiv. Infos sind erhältlich unter www.naet-europe.com
Hier finden Sie auch eine weltweite Therapeutenliste.

Literatur:
Dr. Andrea Schröpel: Das NAET-Programm. Allergien erfolgreich behandeln. Südwest Verlag, München 2010.
Zeitschrift: „Natur und Heilen“ 9/2012

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